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Definition Wirtschaftswunder
Nachdem einige Rückfragen gekommen sind, wie denn “Fahrzeuglegenden des Wirtschaftswunders” zu definieren sei, geben wir hier einen kleinen Leitfaden an die Hand, welches Spektrum an Oldtimern denn abgedeckt werden soll. Ganz grob kann man dies folgendermaßen umreissen: Alles, was von 1949 bis ca. 1966 deutsche Straßen befuhr. Die Grenze “ca. 1966” haben wir ganz bewusst gezogen, weil gerade in der Zeit 1966 bis 1968 sich erhebliche Wandlungen im Automobilbau vollzogen, die sehenswert, und als historische Eckpunkte zu betrachten sind. Man bedenke nur die Wandlungen bei BMW; von Modellen wie der Isetta, dem 600 und 700, ging man über zu der sogenannten “Neuen Klasse”. Das Startmodell hieß damals BMW 1500 und legte wohl den Grundstein für alle folgenden BMW-Modelle. Gleichzeitig verleibte sich BMW die Glas Isaria Maschinenfabrik in Dingolfing ein, und zeitweise erschien der Glas 1700 als BMW-Glas und als BMW 1600 GT. Der legendäre “Glaserati” , der 2600 V8 und die Version 3000 stellten die letzten Entwicklungen aus dem Hause Glas dar. Solchen Kleinodien soll ebenfalls die Chance gegeben werden, an der Ausstellung aktiv teilzunehmen. Aus diesem Grunde ist die Grenze 1966 etwas weit gesteckt, auch wenn der Zeitpunkt mit dem direkten Wirtschaftswunder nichts mehr gemein hat.

Ausländer?
Weiterhin wurde nachgefragt, ob denn nur deutsche Karossen eine Chance hätten, weil per definitionem das Wirtschaftswunder ja in Deutschland stattgefunden hätte. Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten. Als Beispiel mag hier der Renault R4 dienen. Es ist wohl unbestritten, daß der R4 ab 1961 auch in Deutschland Geschichte geschrieben hat, ebenso wie seine Folgemodelle. Wer beim Käfer eine große Heckklappe und viel Stauraum vermisste, der entschied sich vielleicht für einen dieser Renault. Solch ein Fahrzeug würden wir als ausstellungsrelevant bezeichnen. Ahnlich verhält es sich beispielsweise mit dem Fiat 500, der ab 1957 zum normalen Strassenbild in Deutschland gehörte.
Durch die amerikanische Besetzung kam die deutsche Bevölkerung, zwar spärlich - aber immerhin, in Kontakt mit amerikanischen Strassenkreuzern. Um auch diesem Umstand Rechnung zu tragen, werden einzelne dieser Boliden zu sehen sein, jedoch in geringem Umfang. Einen Ford Mercury wird man hier in der betreffenden Zeit vielleicht noch gesehen haben, einen Buick Skylark und einen Ford Edsel jedoch ganz sicher nicht. Bei den Amerikanern werden wir also von Fall zu Fall entscheiden, ob er für das Titelthema eine Bereicherung sein kann.

Wenn Sie ein oder mehrere Fahrzeuge ausstellen möchten,
bitten wir Sie in jedem Fall um die postalische Zusendung eines Meldebogens, den Sie
HIER herunterladen können. Das Absenden des Bogens bedeutet jedoch nicht automatisch eine gesicherte Teilnahme an der Veranstaltung!   Wir bitten um Verständnis, daß wir uns aufgrund des begrenzten Platzangebotes eine Auswahl der Fahrzeuge bis ca. vier Wochen vor Veranstaltungsbeginn vorbehalten müssen. Alle letztendlich ausgewählten Fahrzeughalter werden dann umgehend schriftlich informiert. Diese Maßnahme geschieht ausschließlich aus Gründen der Vielfalt. Es soll vermieden werden, daß eine übergroße Anzahl von bspw. VW-Käfer, anderen sehenswerten Karossen die Stellplätze wegnehmen. Ansonsten wird bei der Auswahl strikt in der Reihenfolge des Eingangs des Meldescheins vorgegangen - es lohnt sich also frühzeitig zu melden.

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